Auf den Spuren jüdischen Lebens in Siegburg

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Schon im ausgehenden 12. Jahrhundert hatte sich in Siegburg eine jüdische Gemeinde gebildet und sich unter den Schutz der Abtei gestellt. Eines ihrer wichtigen Merkmale war die Begräbnisstätte als Symbol der göttlichen Ewigkeit und Einbettung des Menschen in das hiesige Leben. Der heute erhaltene und seit 1996 wieder instandgesetzte "jüdische Friedhof" an der Heinrichstraße bestand an dieser Stelle vermutlich schon im Mittelalter; der älteste Grabstein wird allerdings auf das Jahr 1785 datiert.

Diese "Führung" vom Stadtmuseum (Einführungsvortrag) durch das ehemalige jüdische Viertel an der Holzgasse, wo die Synagoge und das Ritualbad ("Mikwe") waren und wo viele jüdische Menschen lebten und arbeiteten, hin zum Friedhof soll den Blick eröffnen so­wohl auf einige Aspekte der jüdischen Religion wie auch auf inter­essante Gesichtspunkte unserer gemeinsamen Kulturgeschichte: Wieviele Persönlichkeiten jüdischen Glaubens haben an dieser deutschen Kulturgeschichte entscheidend mitgeschrieben!

Nachdem viele unserer deutschen Mitbürger dem blinden Rassen­wahn des nationalsozialistischen Terrors zum Opfer fielen und in der „Shoa“ umgebracht wurden, können wir heute nur noch auf die Reste des jüdischen Lebens in Siegburg blicken, das diese Füh­rung wieder etwas aufleben lassen möchte.

Auf dem Friedhof mögen die Herren eine Kopfbedeckung aufsetzen!

 

Dauer:

2 ½ Stunden

Treffpunkt:

Vor dem Eingang des Siegburger Stadtmuseums, Markt 46

Preis:

125,-€

Teilnehmerzahl:

max. 20 Personen pro Gruppe

Aufschlag für fremdsprachige Führungen:            5,- €

Begleitung: Bertrand Stern, Siegburg 

 


Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt telefonisch, schriftlich oder über unser Online-Formular:

Tourist Information Siegburg
Europaplatz 3
53721 Siegburg

Tel.: 02241 / 102 75-33
Fax: 02241 / 102 75-31


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